Willkommen

grillparty

rot schillern die eichen im dorf
lässig shaken männer das bier
haupt-, hof-, und wassermänner
bekleistern das stift mit händen
und schnitzen ein nest aus büchern
ist das eine art, mann?
der einzige gruber innert im hof
aus dem keller stürmen ohrwellen:
o goth, o goth,
ernst setzte den dürren matt
und mein name ist armin kubat.

Während Sie meine Zeilen lesen, fragen Sie sich vielleicht, ob ein Bauingenieur und jetzt Kleinjurist, also ein Analytiker und Technokrat durch und durch, überhaupt Dinge schreiben kann, die man lesen möchte? Glauben Sie mir, die Frage habe ich mir auch immer wieder gestellt, aber ich habe keine vernünftige Antwort gefunden. Das führt mich eigentlich zu der Auffassung, dass jeder seine Gedanken aufschreiben kann, ob für sich und/oder andere bleibt ihm selber überlassen. Sein Inneres zu teilen bedarf Mut und Vertrauen, aber je mehr Sie von sich hergeben, desto mehr dürfen Sie zurückerwarten. Gut, wenn Sie nichts zurückwollen, dann geben Sie besser nicht zu viel her von sich. Also, ja, auch jemand, der eher in einer Zahlen- und Paragraphenwelt verkehrt, lebt und erlebt und kann darüber schreiben. Und nur wer es lesen will, soll es lesen. Für mich selber ist das Schreiben genial.

Meine Sammlungen sind fast so etwas wie ein Tagebuch. Wenn ich heute mit 50 lese, was die Gesellschaft oder mich vor 30 Jahren bewegt hat, dann fesselt mich das. Und aus demselben Grund habe ich mich entschlossen dieses Buch zu veröffentlichen, weniger für mich als für meine Nachfahren. Könnte ich jetzt aufgeschriebene Gedanken und Gefühle meiner Vorfahren lesen, würde mich das nicht nur brennend interessieren, sondern auch zutiefst rühren. Irgendwann im Leben, zumindest war es bei mir so, kommt der Moment, wo man gerne mehr aus der eigenen Vergangenheit wissen möchte. Leider bleiben oft nur Fotos und Erinnerungen in den Köpfen und wenig Aufgeschriebenes.